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Gegendarstellung im Bezug
auf die Ereignisse zwischen dem 26.02.3019 (DZ) und dem 29.02.3019
(DZ).
Im Verlauf des erwähnten
Zeitraums fanden Ereignisse statt, welche mit dem Tod unserer
Mandanten endeten. Darüber gibt es bislang nur eine sehr ungenaue und
einseitige Darstellung. Diese wurde von J.R.R. Tolkinen unter der
Bezeichnung "Der Herr der Ringe" verfaßt. Veröffentlicht
im zweiten Band "Die zwei Türme", erstes Kapitel
"Boromirs Tod", Seite 13 ff. und im dritten Kapitel
"Die Uruk-Hai", Seite 50 bis 69. Die dort beschriebenen
Ereignisse haben sich nicht, wie dort beschrieben, abgespielt und es
Bedarf einer dringenden Korrektur.
Hier nun die Fakten:
Im Januar des Jahres 3019
(DZ) brachen unsere Mandanten im Auftrage ihres Arbeitgebers Saruman
(geb. Unbekannt, gest. 01.11.3019 (DZ)) zu einer Forschungsexpedition
an den Fluß Anduin, in der Gegend der Raurusfälle auf. Der Zweck
dieser Expedition war die botanische Forschung. Da sich das Gebiet, in
welchen die Forschungen durchgeführt werden sollten, im
Einflußbereich einer Gruppe von Okkupanten und notorischen
Gewalttätern (besser bekannt als die "Reiter von Rohan")
befand, wurde die aus 100 Mann bestehende Expedition mit leichten
Waffen zur Selbstverteidigung ausgerüstet. Unter Führung des
allseits als besonnen und umsichtig bekannten Uruk-Hai Hauptmanns
Uglúk (geb. Unbekannt, gest. 29.02.3019 (DZ)) setzte sich die
Expedition in Marsch und erreichte das Expeditionsgebiet am 26.023019
(DZ), wo sie umgehend mit ihren Forschungen begannen.
Im Verlauf der
Untersuchungen stieß die Expedition auf zwei weitere Gruppen mit Orks,
welche sich zum Zweck des Selbstschutzes unseren Mandanten
anschlossen. Über die Motive und Beweggründe dieser beiden Gruppen
kann nur spekuliert werden, da die Unterlagen über ihre Missionen im
Verlauf der folgenden bewaffneten Auseinandersetzungen, besser bekannt
als "Ringkrieg" vernichtet wurden.
Die nunmehr aus etwa 200
Mann bestehende Expedition traf am 26.02.3019 (DZ) auf die Herren
Peregrin Tuck (geb. 2993 (DZ), wohnhaft in den Groß–Smials im
Nordviertel des als Auenland bekannten halbsouveränen Gebietes) und
Meriadoc Brandybock (geb. 2985 (DZ), wohnhaft in Brandyschloß,
Bockenburg im Bockland des als Auenland bekannten halbsouveränen
Gebietes), die ohne provoziert worden zu sein, unsere
Expeditionsteilnehmer angriffen und mehrere Männer zum Teil erheblich
verletzten. Trotz einer gleichfalls höflichen, wie auch
verständlichen Bitte unserer Mandanten alle Feindseligkeiten sofort
einzustellen, setzten die beiden Herren ihre aggressiven Aktionen
fort.
Im Verlaufe der aus diesem
Disput resultierenden Handgreiflichkeiten griff ein gewisser Herr
Boromir (Nachname unbekannt), wiederum ohne provoziert worden zu sein,
ein und tötete mehrere Expeditionsteilnehmer. Auf die wiederholten
Bitten unserer Mandanten, die Feindseligkeiten endlich zu beenden,
reagierte Herr Boromir mit dem Einsatz einer, als Horn getarnten und
von ihm mitgeführte Geheimwaffe, mit welcher er, unsere für ihr
musikalisches Feingefühl bekannte Mandanten Angriff. Im Verlauf der
Selbstverteidigung unserer Mandanten kam es zum Tod des Herrn Boromir.
Die Umstände seines Todes konnten nicht mehr vollständig aufgeklärt
werden.
Als besonders belastenden
Tatbestand sind auch die Bemühungen zu betrachten, mit welchen die
verbliebenen Mitglieder der Reisegruppe der Herren Boromir, Tuck und
Brandybock, die Spuren der Auseinandersetzung verwischten. Angesichts
dieser Fakten ist es zwingend Erforderlich, daß eine übergeordnete
Instanz darüber entscheiden, inwieweit den Behauptung von J.R.R.
Tolkinen glauben geschenkt werden kann, daß die Teilnehmer der
Expedition für den Tod von Herrn Boromir verantwortlich zu machen
sind.
Infolge dieser tragischen
Ereignisse entschied sich Hauptmann Uglùk dafür, die Mission nunmehr
abzubrechen und zur Basis zurück zu kehren. Da auch die Herren Tuck
und Brandybock im Verlauf der Handgreiflichkeiten verletzt wurden, bot
Hauptmann Uglúk an, sie zwecks medizinischer Versorgung mit zur Basis
zu nehmen. Die Herren Tuck und Brandybock willigten ein.
Nachdem unsere Expedition
nunmehr auf dem kürzesten Weg die Rückreise antrat, wurde sie im
Verlauf der Rückreise, wiederum ohne provozierende Handlungen seitens
der Expeditionsteilnehmer, von einer bewaffneten Bande unter der
Führung des "Dritten Marschalks" Eomer (der Neffe des
damals "regierenden Königs" von Rohan) angegriffen und
heimtückisch ermordet. Der besagte Eomer gab auf Befragen zu, in
eigener Verantwortung und gegen den ausdrücklichen Willen seines
direkten Vorgesetzen gehandelt zu haben. Die Mörder gingen so weit,
die sterblichen Überreste der Expeditionsmitglieder zu verbrennen.
Zweifellos nur um den wahren Ablauf der Ereignisse zu verschleiern.
Das Ziel dieser
Gegendarstellung ist die Vorbereitung einer Sammelklage auf
Schadenersatz für die Hinterbliebenen der Expeditionsteilnehmer, um
die entstandenen seelischen und materiellen Schäden im Sinne der
Gerechtigkeit zu mildern. Allein Hauptmann Uglúk hinterläßt acht
Frauen und siebenundzwanzig liebende Kinder.
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