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Die Chaoszwerge
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Die frühesten Zwerge wanderten
dereinst aus dem südlich gelegenen Heimatland ihrer Vorfahren nach Norden. Das geschah schon
vor so langer Zeit, daß inzwischen niemand mehr zu sagen vermag, wann genau die Zwerge ihre
Wanderungen begannen, oder wie lange sie brauchten. Ihr Vormarsch ging wahrscheinlich sehr langsam
vonstatten, da sie den Pfad und die Geschwindigkeit ihrer Wanderung nach Norden von der Lage der
natürlichen Erzvorkommen bestimmen ließen. Auf ihrem Vormarsch ließen sie zudem
überall im Weltrandgebirge verstreute Zwergenklans als seßhafte Siedler zurück.
Damals wie heute waren Zwerge ein zähes, ausdauerndes Volk, das selbst in diesem öden,
lebensfeindlichen Land zu überleben vermochte.
Am Ende ihrer langen Wanderung gelangten die Zwerge
schließlich bis zum nördlichsten Zipfel des Weltrandgebirges, einem ausgestorbenen, mit
den gebleichten Knochen zahlloser Lebewesen übersähten Gebiet. Sie gaben diesem kalten,
kahlen Land den Namen Uzkul oder Das Große Schädelland. Aus dem Großen
Schädelland wandten sich viele Zwerge wieder zurück nach Süden, abgeschreckt von der
hier herrschenden Kälte und den nur dürftigen Erzlagern dieser Gegend. Andere wandten
sich nach Westen in das Gebiet von Norsca, wo sie sich zwischen den kalten Bergen ansiedelten.
Einige, die Mutigen und Törichten, durchquerten das Große Schädelland auch in
Richtung Osten und erreichten so die Trauerberge. Eine Zeitlang hielten diese weit verstreuten
Zwergenstämme noch Kontakt miteinander, aber schon bald sollte der Ansturm des Chaos sie
unfreiwillig voneinander abschneiden.
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Die Lande der Finsternis
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Als die nördlichen Lande zur
Zeit des Chaos verschlungen wurden, hielten die restlichen Zwerge im Westen sie durch die
verzehrende Chaosenergie für vernichtet, aber sie irrten sich. Zwerge besitzen eine
große Widerstandskraft gegen die Macht des Chaos und fielen dessen Einfluß deshalb
nicht zum Opfer, sondern veränderten sich. Ihre Seelen und Körper füllten sich mit
Schwarzer Magie des Chaos, bis sie schließlich das genaue Gegenteil der Zwerge
verkörperten und sich schließlich in das grausame Volk der Chaoszwerge verwandelten. Sie
selbst nennen sich die Dawi'zharr, was soviel wie Zwerge vom Ort des Feuers bedeutet.
Das Reich der Chaoszwerge liegt in einem gewaltigen
natürlichen Becken, dessen westlicher Rand vom Weltrandgebirge und von den Trauerbergen
gebildet wird. Das ganze Land ist unfruchbar, rauh und abweisend, die Erdkruste aufgebrochen und
Magma strömt an die Oberfläche. Durch die verheerende Kraft von Ausbrüchen sind
Berge geborsten. Zahllose aktive Vulkane spucken schwarzen Rauch und Aschewolken, die die Sonne
verdunkeln und das Land in immerwährende Dunkelheit tauchen. Das schwache Licht und die
unsaubere Luft bewirken, daß nur Trockengehölz wuchert, sich aber keine Vegetation
entwickelt. Ein trostloses Land, aber besonders reich an den Bodenschätzen, die Zwerge so
besonders begehren.
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Das Reich der Chaoszwerge
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Niemand vermag mehr zu sagen, wann
genau die nordischen Zwerge durch die Einwirkung der Chaosmagie verändert und in Chaoszwerge
verwandelt wurden. Die Veränderung ging wahrscheinlich sehr langsam vonstatten, da Zwerge eine
hohe magische Resistenz besitzen. Die Chaoszwerge errichteten eine mächtige Pyramidenstadt auf
der Ebene von Zharr. Diese gigantische Stadt trägt den Namen Zharr-Naggrund, der Turm des
Feuers und der Trostlosigkeit, und besteht vollkommen aus schwarzem Obsidian. Die rote Glut
Tausender von Schmiedeessen zieht sich wie Flecken über den Fels der Stadt. Der Unterschied
zwischen Zwergen und Chaoszwergen zeigt sich deutlich in der Handhabung der magischen Energien.
Zwerge verabscheuen Zauberei, die Chaoszwerge hingegen wandten sich ihr mit Hingabe zu, und ihr
Volk brachte mächtige Zauberer hervor, die Erbauer arkaner Maschinen der Zerstörung. Hoch
über den Essen an der Spitze der Pyramide befindet sich der Tempel Hashut, des Vaters der
Finsternis - der die Gestalt eines Stiers hat.
Überall um ihre Stadt haben die Chaoszwerge
Bergwerke errichtet und Stollen tief in den Fels getrieben, um nach Bodenschätzen zu suchen.
In der Tiefe setzten sie raffinierte Maschinen zusammen, die sie mit Dampf betreiben. Sie graben
nach Kohle und schütten diese an der Oberfläche zu hohen schwarzen Hügeln auf. Sie
bohren nach Öl und Teer und haben überall Gruben ausgehoben, in denen sie die stinkenden
Flüssigkeiten lagern. In den Bergen brechen sie Steine aus dem Fels, mit denen sie große
Straßen bauen, damit die erbeuteten Bodenschätze um so schneller in ihre riesige und
gefräßige Hauptstadt fließen können. Die Rückstände und der Abfall
von tausend Jahren Arbeit bedecken die Ebene von Zharr. Die Chaoszwerge haben das Land aufgebrochen
und gequält, und es als Schatten seiner füheren Form zurückgelassen. Mit
geschmolzenen Teer gefüllte Gruben und Flüsse aus brennenden Öl bedecken die
Landschaft wie offene Wunden, während große Haufen aus Kohle den trügerischen Boden
bedecken. Unmengen von Sklaven aus vielen Völkern arbeiten im Turm von Zharr-Naggrund und auf
der Ebene von Zharrduk. Sie sind den Chaoszwergen zahlenmäßig mehr als tausend zu eins
überlegen.
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Der Turm von Zharr-Naggrund
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Im Zentrum des Reiches der
Chaoszwerge erhebt sich der Turm von Zharr-Naggrund, wie ein Dolch hoch über die Ebene von
Zharr und wirft seinen unheilvollen Schatten über die tote Landschaft. Alle Anstrengungen der
Chaoszwerge sind nur auf diese eine gigantische Stadt gerichtet. Sie besteht vollkommen aus
Obsidian, einem blanken schwarzem Fels, entstanden aus dem Magma der zahllosen aktiven Vulkanen.
Das dunkle glasglänzende Gestein reflektiert die rote Glut Tausender von ewig brennenden
Schmiedeessen. Um die Stadt herum liegen unzählige Bergwerke, Werkstätten, und
Steinbrüche, aus denen die Chaoszwerge Erze und Stein gewinnen.
Die Pyramidenstadt Zharr-Naggrund ähnelt in
ihrer Form einem Zikkurat. Auf einer Terrasse von quadratischen Grundriß, steigt ein
mehrstufiger Turm höher und höher in den Himmel. Dessen Stockwerke, über hundert
Fuß hoch und gekrönt von Wehrzinnen wie eine Reihe mächtiger Fangzähne, werden
nach oben in ihrer Grundfläche immer kleiner. Vier wuchtige Eisentore unterbrechen die
unterste Terrasse. Diese Tore sind fast so hoch wie die gewaltige Wehranlage und viel massiver als
sie eigentlich zu sein brauchten. Aus dem Ost- und Westtor der Stadt führen mit Gold und
Messing gepflasterte Straßen in die Trauerberge und in die Länder der Finsternis. Das
Nord- und Südtor bilden Schleusen für die Wasser des Toten Flußes. Die Chaoszwerge
nutzen das kalte Wasser zur Kühlung ihrer Schmiedeessen, als Antrieb ihrer dampfbetriebenen
Maschinen und zur Abfallbeseitigung. Wenn der Fluß die Stadt nach Süden wieder
verläßt, ist er nur noch eine trübe stinkende Flüssigkeit, voller giftiger
Sedimente.
Zharr-Naggrund wird ständig von einer Wolke aus
schwarzen Rauch eingehüllt. Dieser steigt aus den unablässig lodernden Hochöfen auf.
Dort wird das Metall geschmolzen, welches zum Blut der Stadt geworden ist. Die Stadt selbst ist
eine einzige riesige Werkstatt, voller Rauch und Lärm. Gewaltige Dampfhämmer stanzen mit
einem rhythmischen Schlagen, dem Herzschlag eines Zyklopen gleich, große Bleche aus Eisen und
Bronze. Geschmolzenes Metall wird aus massiven Kesseln in kunstvolle Formen gegossen. Das Donnern
der Hochöfen, daß ächzen riesiger Räder, und das knirschen geheimnisvoller
Maschinen erfüllt die ölige Luft. Der Lärm und die Arbeit hört niemals auf. Der
schwarzen Rauch der Hochöfen und die Aschewolken der aktive Vulkane verbergen die Sonne und
tauchen Zharr-Naggrund in eine immerwährende Dunkelheit.
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Der Tempel des Hashut
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Chaoszwerge verehren Hashut -
den
Vater der Finsternis - der die Form eines Stiers hat. Sein Tempel befindet sich auf der Spitze
ihrer pyramidenförmigen Hauptstadt. Seit den ersten Tagen bewachen riesigen Kreaturen die
große Statue Hashuts im Tempel. Diese furchteinflößenden Kreaturen haben den
Oberkörper eines Chaoszwergs, aber den Unterleib eines wilden Stieres. Als sich die ersten
Zwerge vor vielen Jahrhunderten durch den Einfluß des Chaos verwandelten, wurden einige von
ihnen auch zu Stierzentauren. Sie haben sich vollständig Hashut, dem Vater der Finsternis,
verschrieben. Im Inneren des Tempels führen die Prister blutige Rituale durch, und werfen
zahlose unglückliche Gefangene zum Gelächter der Priester in große Kessel mit
flüssigem Blei. Über dem Tempel thront eine riesige, eiserne Statue von Hashut, dessen
Bauch eine ewig brennende Esse enthält, so daß der Gott durch die Hitze rot glüht.
Jede Berührung verursacht fürchtbare Wunden.
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Die Zauberer der Chaoszwerge
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Die Gesellschaft der Chaoszwerge
unterteilt sich in Klans. Jeder von einen mächtigen Zauberer der Chaoszwerge geführt. Die
äonenalten Geheimnisse dieser Zauberer stammen aus weit zurückreichender Vergangenheit
und sind außergewöhnlich umfangreich. Ihr uraltes Wissen verbindet arkane Technik und
Magie und hilft ihnen bei der Erschaffung zerstörerischer Maschienen. Sie kennen viele
Geheimnisse, die von anderen schon längst vergessen wurden und der Stand ihrer Wissenschaft
ist äußerst hoch. Es waren die Meisterzauberer der Chaoszwerge, deren Beschwörungen
Zharr-Naggrund erschaffen hat. Die Zauberer der Chaoszwerge sind weniger zahlreich als die normalen
Chaoszwerge. Es gibt nicht viele von ihnen. Wahrscheinlich nicht mehr als ein paar hundert. Jeder
Zauberer befehligt seine eigene Armee. Es gibt weder einen König, noch eine strenge
Hierarchie. Doch die Worte der ältesten und der mächtigsten Zauberer haben immer Vorrang,
denn Alter und Weisheit achten Chaoszwerge genau wie ihre Verwandten, die Zwerge, über
alles.
Auch wenn die Chaoszwerge, wie alle Zwerge, eine große
Widerstandskraft gegen Magie besitzen, so sind sie doch nicht vollkommen Immun dagegen.
Während des langen Zeitraums, in dem die Chaoszwerge die Magie benutzten, entwickelten sich
schreckliche Mutationen. Nach vielen hundert Jahren der Anwendung von Magie fängt ein
Chaoszwergenzauberer an sich zu verändern. Diese Mutation ist langsam, hat sie aber erst
einmal begonnen, so gibt es kein Entkommen mehr. Es beginnt bei den Füßen. Der Zauberer
wird langsam zu Stein. Zuerst werden seine Beine grau und hart, was ihn daran hindert, sich zu
bewegen. Von diesem Zeitpunkt an muß er getragen werden oder er wird mit einer Maschine
verbunden, welche ihm eine Fortbewegung ermöglicht. Später versteinert auch der
Oberkörper, was aber im gleichen Maß seine Widerstandsfähigkeit erhöht. Wenn
auch noch die Arme zu Stein geworden sind, wird der Chaoszwergenzauberer völlig von seinen
Dienern abhängig, um seine Magie zu benutzen. Magische Beschwörungen sind das einzige,
was er dann noch zustande bringt. Einige Zeit später versteinert er vollständig und wird
zu einer Statue. Diese Statuen der Chaoszwergenzauberer sind um die ganze Stadt verteilt und
bewachen so den Turm von Zharr-Naggrund.
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Die Krieger der Chaoszwerge
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Verglichen mit anderen Völkern
der Warhammer-Welt, haben die Chaoszwerge relativ wenig Angehörige. Unmengen von Sklaven
arbeiten im Turm von Zharr-Naggrund und auf der Ebene von Zharrduk. Sie sind den Chaoszwergen
zahlenmäßig mehr als tausend zu eins überlegen. Jeder Chaoszwerg gehört der
Gefolgschaft eines Chaoszwergenzauberers an, der über ihn herrscht und mit dem ihn Bande des
Blutes verbinden, die auch Chaoszwerge als unzerreißbar erachten. Chaoszwerge führen
hauptsächlich Krieg, um die Unmengen von Sklaven zu beschaffen, die sie für den Betrieb
ihrer Stadt und Industrie benötigen. Kleine Armeen aus Chaoszwergen reisen Hunderte von
Meilen, um Ork- und Goblinfestungen zu überfallen. Manchmal stoßen diese
Sklavenjäger bis in die östlichen Ausläufer des Weltrandgebirges vor. Wenn sie einen
Stamm unterwerfen, nehmen sie möglichst viele Sklaven, ketten diese aneinander und schleppen
sie vor ihre Meister nach Zharr-Naggrund. Entweder opfern die Chaoszwerge die erbeuteten Sklaven zu
Ehren des bösen Gottes Hashut, oder sie stecken sie in die Bergwerke, wo die
Unglücklichen bald an Erschöpfung sterben. Je mehr Gefangene gemacht werden, desto
erfolgreicher war eine Expedition. Alle "Ausflüge" finden nur statt, um Sklaven zu fangen. Die
Chaoszwerge wollen ihr Land und ihr Imperium nicht vergrößern, die Trauerberge und die
Ebene von Zharrduk bieten all die Bodenschätze, die Zwerge so sehr begehren. In die weiten
Länder des Nordens schicken die Chaoszwerge nur relativ selten Expeditionen. Die dort lebenden
Menschen sind berittene Nomaden, welche lieber flüchten, als sich mit den Chaoszwergen
anzulegen.
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Die Schwarzorks
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Vor vielen Jahren züchteten die
Zauberer der Chaoszwerge ihre eigene Orkrasse. Eine Rasse von Sklaven, welche selbst in der
feindlichsten Umgebung ihres Reiches noch arbeiten kann. Man hatte ja bereits Tausende von Orks-
und Goblinsklaven, doch die Chaoszwerge hielten diese wegen ihren Streitereien für zu
aufsässig und ineffizient. Durch schwarze Magie und sorgfältige Selektion wurde von den
Chaoszwergen ein völlig neuer Typ von Orks geschaffen. Stärker als der gewöhnliche
Ork, loyal und nicht so streitsüchtig. Auf diese Art und Weise ist das Volk der Schwarzorks
entstanden.
Zuerst funktionierte das Experiment auch, doch die
Chaoszwerge erkannten sehr schnell, daß ihre Geschöpfe, obwohl nun viel robuster, vom
Geiste jedoch viel zu unabhängig eingestellt waren, als daß sie gute Sklaven hätten
sein können. Bevor es die Schwarzorks gab, waren die Orks- und Goblinsklaven viel zu sehr mit
ihren Streitereien beschäftigt, um gegen ihre Meister zu rebellieren. Die Schwarzorks
andererseits waren viel besser organisiert und haben oft kleinere Aufstände angezettelt.
Nachdem es mehrfach fast zu einer Katastrophe gekommen war und dabei große Teile des Turms
von Zharr-Naggrund durch von Schwarzorks angeführte Aufständische verwüsteten
wurden, beschlossen die Chaoszwerge, sie für immer aus der Stadt zu vertreiben. Viele
Schwarzorks schafften die Flucht in die Trauerberge, wo ihre Nachkommen noch bis zum heutigen Tage
leben. Andere begaben sich auf eine lange Wanderung nach Westen und erreichten so auch die Alte
Welt. Die Chaoszwerge haben viele Schwarzorks vernichtet, vereinzelte Stämme wurden jedoch
verschont, um sie von Zeit zu Zeit als Soldaten für ihre Armee rekrutieren zu können.
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Die Hobgoblins
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Auf dem Höhepunkt der
einer der schlimmsten Rebellionen der versklavten Stämme der Orks und Goblins unter Führung der
Schwarzorks wurden die Chaoszwerge fast vernichtet. Trotz ihrer hervorragend ausgebildeten, und gut
ausgerüsteten Berufssoldaten, wurden die Chaoszwerge in den unteren Ebenen schnell
überrannt. Die Rebellen waren den Chaoszwergen mehr als hundert zu eins überlegen und die
Verteidiger wurden durch diesen massiven Überraschungsangriff von der grünen Flut fast
überrollt. Nachdem sie in den unteren Ebenen Fuß gefaßt hatten, begannen die
Rebellen sich langsam zur Spitze der Stufenpyramide von Zharr-Naggrund vorzuarbeiten. Sie
schlachteten dabei alle Chaoszwerge ab, welche versuchten, die Grünlinge davon abzuhalten die
Industrieebenen zu überrennen. Verbittert wurde um jede der Ebenen gekämpft, doch die
Aufständischen kamen immer dichter an den Tempel von Hashut heran. Schließlich blieb nur
noch die oberste Ebene von Zharr-Naggrund. Siegessicher gingen die Rebellen zum Angriff über.
Doch plötzlich wurden Lücken in ihre Reihen gerissen. Die verräterischen Hobgoblins
wechselten im entscheidendem Moment die Seite und attackierten ihre eigenen Vettern. Die
Chaoszwerge erkannten die Gelegenheit und durchbrachen die Formation der völlig
überraschten Rebellen. Die anschließenden blutigen Kämpfe dauerten noch Tage an.
Nur sehr wenige der Rebellen schafften es bis in die schützenden Trauerberge. Bis zum heutigen
Tage werden regelmäßig Truppen in die Trauerberge geschickt, um zu verhindern, daß
die überlebenden Grünlinge jemals wieder eine Stärke erreichen, in der sie
Zharr-Naggrund gefährlich werden können.
Dieser Verrat brachte den Hobgoblins die Feindschaft
aller anderer Grünlinge ein, welche ihnen noch bis zum heutigen Tage zutiefst
mißtrauen.
Die Hobgoblins wurden die Lieblinge der Chaoszwerge
und es schert sie denkbar wenig, was andere Grünlinge von ihnen halten. Anders als die anderen
Sklaven der Chaoszwerge werden sie nicht dazu gezwungen, in Bergwerken und Werkstätten zu
arbeiten, sondern werden als Aufseher und Krieger eingesetzt. Sie sind ein fieses, bösartiges
Volk und sind auch im Dienste der Chaoszwerge noch genauso unehrlich und feige geblieben, wie sie
es waren als sie für die Schwarzorks gekämpft haben. Andere Grünlinge verachten sie
und würden sie wahrscheinlich am liebsten in die Stücke reissen, wenn diese nicht den
Schutz der Chaoszwerge genießen würden.
Von ihrer Erscheinung her, sind Hobgoblins doch
verschiedenartig. Sie sehen sehr wie Goblins aus, sind aber größer, doch bei weiten
nicht so kräftig wie Orks. In Wahrheit ist ihre ganze Erscheinung eher dünn und
schlaksig, mit Schlitzaugen und grinsenden Mäuler voller spitzer Reißzähne. Sie
reiten auf riesigen Wölfen, und führen oft einen Bogen mit sich, um den Feind auf die
Entfernung erschießen zu können. Die Chaoszwerge haben viele Hobgoblins in ihren Armeen,
vertrauen ihnen aber nicht wirklich. Die Chaoszwerge wissen, daß die Hobgoblins von anderen
Grünlingen verachtet werden und daher Schutz von Seiten der Chaoszwerge bedürfen um
überleben zu können.
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