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1. Spiel des zweiten Tages
Im ersten Spiel des zweiten Tages,
Erobern nach Szenario 5, versuchten zwei Streitkräfte des Imperiums die
Kontrolle über eine Grabkammer auf einem Hügel im Zentrum des Spielfeldes zu
erlangen. Mein Kontrahent war ein befreundeter Kurfürst, dessen
Truppen aber noch nie gegen die meinen bestehen konnten. Diesmal schickte er eine
Ritterarmee ins Feld.
Ein Großmeister mit der Rüstung
der Dämmerung und einer Heiligen Reliquie befand sich zusammen mit dem
Armeestandartenträger in einen aus 16 Rittern des Inneren Zirkels bestehendem
Regiment. Über ihren Köpfen flatterte das Banner des Arkanen Schutzes. Des
weiteren gab es noch ein weiteres, aus 10 Rittern bestehendes Regiment. Das
Regiment wurde von Held kommandiert. Den Abschluß der Kernregimenter bildete
ein Regiment aus 10 Ritter des Weißen Wolfes. Zur Unterstützung befanden sich
vier Großkanonen und Zauberer der ersten Stufe mit zwei Magiebannenden Rollen
bei der Armee. Der Zauberer konzentrierte sich ausschließlich auf das zweite
Zeichen des Amuls und verzog sich dazu in den tiefsten Wald.
Die Ritter begannen den Tanz und ritten, wen wundert es, vorwärts. Die
Kanonen zertrümmerten meine beiden Großkanonen und die
Höllenfeuer-Salvenkanone. Soviel zum fröhlichen Ritterknacken! Die Ritter
blieben mit einer großen Einheit mitten auf dem Hügel stehen, im Wissen das
ihnen Beschuß nicht wirklich mehr gefährlich werden konnte. Meine Ritter
griffen die Weißen Wölfe an. Der Sieg wurde ihnen aber über 3 Runden versagt.
Zwar gewannen meine Ritter die Nahkämpfe mit einen bis drei Verwundungen, doch
General und Armeestandarte in Sichtweite ließen die Weißen Wölfe alle
Aufriebtests bestehen. Erst in meinen vierten Zug rückte meine Infanterie bis
in Angriffsreichweite vor. Es bestand die Hoffnung, daß die große Einheit
Ritter entweder die vor ihnen postierten Speerträger angriff und die
Flagellanten das Missionsziel bis zum letzten Mann verteidigen sollten, oder sie
im gemeinsamen Angriff vertreiben könnte. Die weißen Wölfe schadeten dem
Zeitplan erheblich, aber ein Zug sollte noch möglich sein, bei 2+. Es fiel
natürlich eine 1 und die Ritterarmee errang für ihren Kurfürsten den ersten
Sieg. Weiterhin 5 Punkte und ein überglücklicher Freund. Es sei ihm gegönnt.
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2. Spiel des zweiten
Tages
Im zweiten Spiel des zweiten
Tages, Unerwartete Begegnung nach Szenario 3, trafen die beiden besten Armeen
aufeinander, während sie in einer Marschordnung marschieren. Es sollte eine
Schlacht zwischen meiner Imperialen Armee und dem uralten Volk der Zwerge
werden. Nach den Regeln der 5. Edition hatten meine Truppen stets gewonnen. Zu
diesem Zeitpunkt hatten die Zwerge bereits 8 Punkte und nur ein Massaker würde
mir noch den Turniersieg bringen. Also bereitete ich meine Armee auf einen
Sturmlauf vor. Männer wollt ihr ewig leben? Dieses Szenario war beim ohnehin
schon engen Spielfeld eine wirkliche Herausforderung.
Die Armee der Zwerge verfügte über 2 Kanonen,
eine davon mit der Schmiederune. Ein Gyrokopter flatterte umher und zwei
Regimenter von jeweils 10 Klankrieger mit Schild und Armbrust, schwitzten in
schwerer Rüstung. Unter dem Kommando des Runenschmiedes standen 18 Klankrieger
in voller Nahkampfausrüstung. Dieser Einheit hatte sich auch der
Armeestandartenträger angeschlossen. Standesgemäß wurde der General, in
glänzender Gromrilrüstung und mit der Runenaxt "Reisser" bewaffnet,
von einer Leibwache aus 24 Eisenbrecher begleitet. Den passenden Abschluß
bildete ein Regiment aus 20 Slayer. Die imperialen Armee begann und schoß aus
allen verfügbaren Rohren. Als sich der Rauch des Schwarzpulvers verzogen hatte
war die Zwergenkanone ohne Schmiederune zerstört, dafür explodierte aber auch
ein Mörser. Der Pegasus flog, mit finsterer Absicht hinter einen Wald, fast
neben der Zwergenarmee.
Für die Zwerge stellten die schnellen Ritter
offensichtlich die größte Bedrohung dar und so feuerte, alles was sie hatten,
auf diese Einheit. Vier Ritter wurden von Kugeln und Bolzen zerfleddert. Der
Gyrokopter konnte keinen Erfolg verzeichnen und stand recht verständnislos
direkt vor den Rittern. Die Slayer und Eisenbrecher formierten eine Bärenfalle.
Das Zentrum bildeten dabei die Fernkampfeinheiten, während sich an den Flanken
die beiden Nahkampfeinheiten positionierten. Sollten die Ritter gegen die
Armbrustschützen reiten, würden ihnen die Slayer und die Eisenbrecher in die
Flanken fallen. Ich wollte nicht meine stolzen Ritter aus Angst vor der
Bärenfalle im Feuerhagel sterben sehen und griff den Gyrokopter an. Der Held
beschäftige sich mit der zweiten Einheit Armbrustschützen, konnte sie aber
über geraume Zeit nicht aufreiben. Die restliche Armee einschließlich der
Höllenfeuer-Salvenkanone rückte geschlossen auf die Zwerge vor. Nur die
Musketenschützen und restliche Artillerie blieben stehen. Der Kurfürst
schickte den Gyrokopterpiloten vorzeitig zu seinen Göttern und die Ritter
schmetterten durch die Regel "Überrennen" erwartungsgemäß in die
Armbrustschützen und bekamen den Flankenangriff von beiden Seiten ab, waren
aber mutig genug nicht abzuhauen und bestanden den Test. Einen Gliederbonus gab
es bereits nicht mehr, also war der Flankenangriff nicht so vernichtend. Leider
wurden die Ritter im Nahkampf geschlagen, konnten jedoch weit genug (11 Zoll)
fliehen um nicht von den Zwergen eingeholt zu werden. Bei dieser Aktion verlor
ein Ritter sein Leben und der Kurfürst bekam im Nahkampf, mit dem
Zwergengeneral, eine tiefe Wunde. Die Slayer verfolgten ganze 10 Zoll, die
Armbrustschützen 9 Zoll und die Eisenbrecher brachten es nur auf 4 Zoll. Der
Stolz der Ritter ließ aber eine endgültige Flucht nicht zu und so sammelten
sich die Ritter wieder.
Die imperiale Infanterie befand sich nun in
Angriffsreichweite. Die Flagellanten stürzten sich mit wild rotierenden Flegeln
in die Flanke der Armbrustschützen, die Speerträger erreichten die Klankrieger
und die Armbrustschützen, mit denen sich bereits der Held beschäftigte. Für
drei Hellebardenträger war leider kein Platz mehr, da in der freien
Zwergenflanke ein netter kleiner Wald stand, also zogen sie sich zum
Viertelbesetzen zurück. Die Höllenfeuer-Salvenkanone zeigte mit 13 Treffern
die wahre Macht des Schwarzpulvers und 5 Slayer starrten verständnislos auf die
zerschmetterten Körper um sich. Die letzte Zwergenkanone wurde Kleinholz. In
gemeinsamer Anstrengung gewannen die Speerträger und der Held den Nahkampf mit
vier Punkten, doch die Klankrieger bestanden den Test und blieben. Die
Armbrustschützen wollten abhauen, wurden jedoch vom Held verfolgte und gestellt.
Die Flagellanten vertrieben die anderen Armbrustschützen und stürmten seitlich
in die Slayer. Vermutlich nur, um sich mit ihnen über das Ende der Welt und den
Tod im allgemeinen zu unterhalten. Eben Verrückte unter sich. Die Eisenbrecher
unterbrachen aber den Disput und fielen den Flagellanten in die Flanke. Im
Endeffekt bedeutete dieses den Tod der Flagellanten, die vorher jedoch alle
Slayer erschlugen. Die Speerträger wurden von den Klankriegern vernichtet. Die
Ritter griffen die Einheit mit 18 Armbrustschützen an, erreichten diese aber
nicht. Es fehlte genau ein Zoll. Durch die Angriffsreaktion "stehen und
schießen" verloren bei dieser Aktion drei Ritter ihr Leben. Autsch, von
vier Verwundungen zwei Einsen und eine Zwei. Die Höllenfeuer-Salvenkanone
zeigte wieder mit 14 Treffern ihre wahre Macht und 14 Klankrieger verloren ihr
Leben. Der Held auf seinen Pegasus setzte sich hinter die 18 Armbrustschützen.
Die Klankrieger versuchten einen Angriff auf die Abteilung mit den 5
Musketenschützen, diese flohen jedoch und, wen wundert es, der Angriff war
verdorben. Der letzte Ritter starb und nur der Kurfürst stand noch da. Selbiger
griff in Kooperation mit dem Helden die Armbrustschützen an und vernichteten
sie. Die Höllenfeuer-Salvenkanone hatte, mal wieder, eine Fehlfunktion und
konnte in dieser Runde nichts machen.
Damit endete die Schlacht unentschieden. Die Zwerge konnten niemanden mehr
angreifen und wir mußten wegen der bereits fortgeschrittenen Zeit aufhören.
Mein Gegner hatte eine wesentlich längere Leitung als seine Kämpfer groß
sind. Für die Spielfeldviertel gab es keine Punkte, aber das war eigentlich
egal, da es viertelmäßig unentschieden stand. Das Unentschieden brachte noch
einen Punkt, also 6 Punkte insgesamt.
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