Der mykenische Fürst Pelopones widmete sich gerade seiner
Lieblingsbeschäftigung und betrachtete die Ergebnisse seines
letzen Beutezuges in Anatolien, als ein Diener die Sichtung einer
Horde Barbaren meldete. Der größte Teil der Truppen befand sich
nach dem letzten Beutezug noch unter Waffen und so konnten der
Fürst sehr schnell den Barbaren entgegen eilen.
Auf einer breiten Ebene trafen die beiden Armeen aufeinander.
Die Mykenen bildeten ihre üblichen Blöcke aus Speerträgern. Auf
der einen Seite flankiert von zwei Einheiten Streitwagen, besetzt
mit adeligen Fürsten und umringt von niederen Läufern. Die
andere Flanke bildeten leichtbewaffnete Krieger mit Schleudern und
Wurfspießen. Gegenüber die Barbaren. Im Zentrum konnte Pelopones
zwei große Blöcke, unterschiedlich bewaffneter Krieger sehen.
Ihr lärmender Gesang, oder was auch immer das sein sollte, drang
selbst über diese Entfernung noch an seine Ohren. Flankiert
wurden diese Horden von den üblichen Reitern auf ihren struppigen
Ponys und auf der anderen Seite, Pelopones traute seinen Augen
kaum, von Streitwagen. Hatten diese Barbaren doch wirklich, die
Krönung mykenischer Kriegstechnik kopieren. Der Fürst konnte
sich beim Anblick dieser rohen Gestelle kaum das Lachen
verkneifen. Vor der Front lärmten einige junge Krieger mit
Schleudern.
Pelopones wollte kurzen Prozeß machen und befahl seinen
Kriegern langsam auf die Barbaren vorzurücken. Die
leichtbewaffneten Krieger schleuderten ihre Steine in die Richtung
der großen Barbarenhaufen und verursachten so die ersten
Verluste. Der Fürst lächelte, seine Krieger wurden immer besser.
Der Gesang wurde lauter und auch die Barbaren rückten vor.
Ihre jungen Krieger schleuderten gleichfalls Steine und auch diese
fanden ihr Ziel. Unter beiderseitigen Verlusten rücken beide Armeen langsam
weiter aufeinander zu.
Die Reiter der Barbaren eröffneten den Nahkampf und preschten
auf die Streitwaren zu. Jedoch warfen sich ihnen die Läufer
entgegen. Der Kampf tobte erbittert, ohne das eine der beiden
Seiten einen Vorteil aus dem Gemetzel ziehen konnte. Unterdessen
attackierten die Streitwagen der Barbaren die Speerträger. Diese
standen jedoch wie eine Mauer und der Angriff brandete zurück.
Pelopones lächelte, er hatte es doch geahnt. Diese Barbaren
beherrschen den Einsatz von Streitwagen nicht. Die jungen und
unerfahrenen Krieger der Barbaren beobachten die Flucht ihrer
Streitwagen, gerieten in Panik und begannen davonzulaufen.
Nun war die Zeit für die Elite der mykenischen Truppen
gekommen. Die Streitwagen griffen die Reiter der Barbaren an. Die
Läufer sprangen schnell zur Seite um ihren Herren Platz zu machen
und die Adligen Krieger jagten die Barbaren in die Flucht. Auf der
Verfolgung brach die Achse eines der Streitwagens und in dieser
Verwirrung konnten die Barbaren ihrer Vernichtung entgehen. Doch
die beide Flanken der Barbaren waren nun für Angriffe offen.
Unterdessen tobte im Zentrum ein erbitterter Kampf zwischen den
Speerträgern und den Barbarenhorden, ohne das eine der beiden
Seite einen wesentlichen Vorteil aus dem Gemetzel ziehen konnte.
Erst mit dem Angriff von leichtbewaffneten Kriegern in die Flanke
und den Rücken der Barbaren konnten die Mykener eine
Stabilisierung des Gefechts erzwingen. Damit war der Höhepunkt
der Schlacht überschritten und die Barbaren konnten das Terrain
nicht mehr länger behaupten. Was als langsames Zurückweichen
begann, artete in einer wilden Flucht aus. Die Mykener folgten auf
dem Fuße und machten alles nieder, wen auch immer sie erreichen
konnten. Nur die Reiter, die jungen Krieger und die Streitwagen
konnten entkommen.
Pelopones sah davon ab, den Rest der Barbaren in deren
Stammländer zu verfolgen. Erfahrungsgemäß würde die Beute den
Aufwand nicht lohnen. Seinem Schreiber gegenüber äußerte
Pelopones: "Dies sind die Feinde, für deren Überwindung man
den Beinnamen Der Große bekommt!"
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