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Die Schlacht in der nördlichen Einöde
27. September. Wir haben ihn endlich gestellt. Seit langer Zeit verfolgen wir
die Horde des Tzeentch Hexer Krateros. Viele kleinere Geplänkel hatte sein
Gefolge bereits derart stark dezimiert, daß es nur noch aus einer kleinen
Gruppe Barbaren und drei Ogern bestand.
Auf
einer Hochebene, nahe der nördlichen Einöde stellte sich Krateros zum
entscheidenden Kampf. Mit einem Handstreich konnte wir uns einen Hügel sichern
und plazierte dort eine Speerschleuder und den mächtigen, heiligen Ruhnenamboß.
Vor der Speerschleuder bezogen 20 Armbrustschützen ihre Stellung. Die linke
Flanke sicherte eine Einheit Slayer und auf der rechten Flanke stand die Elite
der Zwerge, Hammerträger mit General Skalf Rotbart in ihren Reihen. In seiner
Hand eine magische Axt und drei magischen Runen auf seiner Rüstung leuchteten
in dunklem Rot. Skalf bot so einen beeindruckenden Anblick. Nur drei
Orgelkanonen hatten es noch rechtzeitig zur Schlacht geschafft. Skalf plazierte
eine der drei Orgelkanonen auf der rechten Flanke, eine weitere neben den
Slayern auf der linken Flanke und die letzte zwischen den Hammerträgern und den
Armbrustschützen.
Sehnsüchtig
wurde noch die Reserve erwartet. Würden sie es noch rechtzeitig zur Schlacht
schaffen. Hochkönig Thorgrim persönlich, mit einem Regiment Bergwerker, einer
Steinschleuder, und einer Flammenkanone in seinem Gefolge. Leider sah es nicht
danach aus. Skalf Rotbart sah zur Horde des Hexer. Irgend etwas ging da vor. Er
konnte es nicht genau sehen. Dunkle, schwere Wolken umgaben die Horde. Skalf
hatte ein ungutes Gefühl. Aus den Wolken schossen Blitze. Kurze Zeit später
wurden die Wolken von einem wahren Sturm des Chaos vertrieben und Skalf glaubte
einfach nicht, was er zu sehen bekam. Dämonen, viele seltsame bunte Dämonen.
Der Hexer hatte seinen dunklen Chaosgott Tzeentch um Beistand angerufen. Glücklicherweise
konnte Skalf keinen Großen Dämonen sehen. Auf der linken Flanke stand ein Dämonenprinzen
des Tzeentch. In seinem Gefolge befanden sich zwei Gruppen Feuerdämonen und auf
der rechten Flanke hatte sich ein Dämonenprinz des ungeteilten Chaos mit seinen
bunten Gefolge aus berittenen Dämonetten breitgemacht. Offensichtlich führte
der Dämonenprinzen des Tzeentch das Kommando. Jedenfalls brüllte er die
Befehle.
Bevor
noch weitere Dämonen dem Ruf des Hexers folgen können, gab Skalf lieber den
Angriffsbefehl und die Orgelkannonen donnerten los. Als sich der Pulverrauch
verzogen hatte sah Skalf das Debakel. Nur eine Dämonette war verschwunden und
in das Reich des Chaos zurückgetrieben worden. Die restliche Horde stürmte
kreischend auf die Zwerge zu. Der Runenschmied hämmerte auf seinen Amboß, doch
wurden die magischen Blitze vom Hexer abgeleitet. Skalf hoffte auf die nächste
Salve, doch wieder konnte auch diese nur wenig Schaden verursachen. Drei Dämonetten
wurden getroffen und verschwanden in das Reich des Chaos. Die Armbruster
schossen einen der Oger nieder. "Verflixt sind Dämonen schnell."
dachte Skalf noch und schon erreichten auch die erste Gruppe der Feuerdämonen
die Slayer. Diese schlugen sehr hart zu und schickten drei Feuerdämonen zurück
in das Reich des Chaos. Die restlichen Feuerdämonen der Horde machten auf der
Stelle kehrt und flohen vor den magischen Waffen der Slayern.
"Stehenbleiben, sonst ist die Flanke offen!" rief Skalf den Slayern
zu, doch berauscht von ihrem Sieg wollten sie wohl nicht hören und verfolgten
die Feuerdämonen, erreichten sie auch und schlugen alle nieder. Leider war aber
nun die Flanke offen und genau das hatten die Dämonen erreichen wollen. Für
die andere Horde der Feuerdämonen war nun der Weg auf die Armbrustschützen
frei. Einer nach dem anderen fiel unter den Schlagen der Dämonen, doch gaben
sie keinen Zoll nach. Die restlichen beiden Dämonetten giffen die Orgelkanonen
auf der rechten Flanke an und die Oger suchten sich die Orgelkanonen im Zentrum
als Spielzeug aus. Natürlich verteidigten sich die Besatzungen heldenhaft,
hatten jedoch keine wirkliche Chance und wurden von den tobenden Horden
erschlagen.
Der
Dämonenprinz des ungeteilten Chaos und der Hexer hatten sich in den Rücken der
Zwerge geschlichen und griffen den Runenambos an. Heldenhaft warfen sich die
Wachen dem Ansturm entgegen wurden aber von den Klauen des Dämon zerrissen.
Auch der Runenschmid konnte nur kurze Zeit widerstehen und wurde vom Speer des
Hexer durchbohrt. Die Besatzung der Speerschleuder verließ im Angesicht dieses
Massakers der Mut und flüchtete. Zu diesem Zeitpunkt waren die Zwerge nicht
mehr in der Lage, die Schlacht zu gewinnen. Skalf und seine Hämmerer versuchten
noch zu retten, was nicht mehr zu retten war und griff die Dämonetten an. Diese
flüchteten jedoch und die Zwerge konnte die schnellen Dämonen nicht erreichen.
Inzwischen hatten die Slayer ihren Fehler bemerkt und wollten ihren Kameraden zu
Hilfe eilen, konnten aber das Massaker nur noch aus der Ferne beobachten. Nach
erbittertem Widerstand wurden die Armbrustschützen in einem koordinierten
Angriff der Feuerdämonen und der Oger erschlagen. Das war selbst für die
Elitekrieger der Zwerge zuviel und die Hammerträger wendeten sich zur Flucht.
Skalf hat eine gewaltige Stimme, aber in diesem Gewühl konnte selbst er nichts
mehr erreichen.
Als die Slayer und die Reserve den Hügel endlich erreichten, waren die Dämonen
und der Hexer verschwunden. Die Zwerge hatten eine große Zahl tapferer Krieger
verloren. Thorgrim schlug das Große Buch des Grolls auf und die Namen der Toten
wurden für alle Ewigkeit niedergeschrieben.
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